Typische Herausforderungen beim Unternehmensverkauf

Oft werden bei der Abwicklung des Unternehmensverkaufs die Herausforderungen unterschätzt. Unternehmer machen sich Jahre im Voraus bereits Gedanken, wie sie ihr Unternehmen verkaufen möchten. Wenn sie dann tatsächlich aktiv werden, sehen sich die meisten mit Schwierigkeiten konfrontiert, die sie nicht erwartet hätten.

 

Die erste Herausforderung: Den richtigen Käufer finden

In der Theorie gibt es meist eine Reihe potenzieller Interessenten, die als Käufer in Frage kommen würden. Nach der Kontaktaufnahme stellt sich dann heraus, dass es eine ganze Reihe von Gründen gibt, die gegen eine Übernahme sprechen. Die Kaufpreisvorstellung beim Unternehmensverkauf ist dabei nur einer von vielen KO-Kriterien. Zulieferer, Kundengruppen, Wettbewerbssituation, strategische Ausrichtung, Entwicklungsziele, Unternehmenskultur etc. können einer gemeinsamen Zukunft den Strich durch die Rechnung machen.

Daher ist es wichtig, im Vorfeld genau zu überlegen, welche Kandidaten man anspricht und welche nicht. Denn die geplante Veräußerung sollte nicht unüberlegt bekannt gegeben werden, wenn es noch keinen konkreten Übernahmeplan gibt. Gerade bei Inhabergeführten Unternehmen ist der Geschäftserfolg eng mit der Person verknüpft und bedarf einer überlegten Strategie. weiterlesen »

Den Unternehmensverkauf steuerfrei durchführen

Bildquelle: Petra Bork_pixelio.de

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Es geschieht allzu oft, dass Unternehmer sich viel zu spät über die Unternehmensnachfolge Gedanken machen. Leider ist dies mehr die Regel, als die Ausnahme. Wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist, wo ein potentieller, neuer Eigentümer die Firma übernehmen will, stellt sich die Frage: Wie kann der Unternehmensverkauf steuerfrei ausgeführt werden? Worauf ist zu achten und gibt es Unterschiede für Verkäufer und Käufer?

Zuerst muss der Unternehmenswert ermittelt werden. Es gilt die Aktiva und Passiva, die stillen Reserven und stillen Lasten zu ermitteln. Es können verschiedene Methoden für die Unternehmensbewertung herangezogen werden werden. Auf theoretische Art kann der Unternehmenswert daher ziemlich genau ermittelt werden.

Folgende zwei Methoden sind zu unterscheiden:

  • Financial Due Diligence: Dies sind z. B. die Jahresabschlüsse der letzten 3 – 5 Jahre oder betriebswirtschaftliche Auswertungen, Prüfung des Auftragsbestand und wichtiger Verträge
  • Tax Due Diligence: Dazugehören z. B. die letzten Steuerbescheide oder das Bestehen von Steuerverbindlichkeiten

Welche steuerlichen Aspekte haben Käufer und Verkäufer beim Unternehmensverkauf zu beachten?

Für den Verkäufer kommt es darauf an, ob er ein Einzelunternehmen / Anteil an einer Personengesellschaft oder den Anteil an einer Kapitalgesellschaft veräußert. Käufer müssen beachten ob es sich um einen Share Deal, also der Übertragung von Gesellschaftsanteilen (AG, GmbH, OHG, KG, GmbH &Co. KG) oder weiterlesen »

Unternehmensverkauf – Nachfolge-Notstand in Deutschland

Ein großer Teil der Unternehmer des Mittelstandes in Deutschland setzen sich viel zu selten mit dem Thema der Nachfolge oder Unternehmensverkauf auseinander. Über die Hälfte der Unternehmer, ob jung oder alt, haben noch nie über eine sinnvolle Nachfolgeregelung nachgedacht. Das stellt ein sehr hohes Risiko für unsere Wirtschaft dar, denn nicht nur die Unternehmen fallen weg, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze. Die endgültige Übergabe eines Betriebes an einen Familienangehörigen, erscheint dann oft als einfache und bequeme Alternative, auch wenn der Unternehmer selbst nicht wirklich überzeugt ist, von seiner Wahl. Eine familienexterne Übergabe des Betriebes muss erleichtert werden, damit am Ende nicht zahlreiche familieninterne Übergaben schlichtweg die Wirtschaft gefährden. Ein Unternehmensverkauf muss früh genug geplant und arrangiert werden, damit im Fall der Fälle der Betrieb reibungslos weiter betrieben werden kann.

Die häufigste (84%) Ursache für eine gescheiterte Familienübergabe sehen befragte Geschäftsführer in der Tatsache, dass der Senior am Unternehmen fest hält. Aufgrund von Streitigkeiten oder dem Zwang eines Kindes zur Übernahme, sehen 76% das Scheitern eines Betriebes. Aber auch unterschätzte Anforderungen, unzureichende Qualifikation oder Überforderung durch den Senior können für das Scheitern verantwortlich gemacht werden. Andere berufliche Interessen der Kinder, sind der Hauptgrund für keine familiäre Unternehmensübernahme, wobei gerade bei kleineren Betrieben das Interesse der Kinder am Unternehmen nicht gegeben ist. Aber auch das Alter und die fachliche Qualifikation können ungünstig für eine Übernahme innerhalb der Familie sein.

Quelle: TNS Emnid, DUB.de

Quelle: TNS Emnid, DUB.de

Wird die Regelung über einen Unternehmensverkauf vernachlässigt, greifen viele auf die Notlösung der familieninternen Übernahme zurück. weiterlesen »

Trendstudien zur Nachfolgeregelung von Familienunternehmen

Unternehmen im Familienbesitz erreichen zunehmend eine internationale Größe und das Thema Nachfolgeregelung und nachhaltige Weiterführung des internationalen Geschäfts wird zunehmend wichtiger. Sogenannte Fremdmanager oder Interim-Manager erarbeiten Struktur und Konzepte, welche im familieneigenen Unternehmen häufig nicht gemacht wurde, da der Inhaber häufig alles im Kopf „dokumentiert“ hat und mit dem Bauch entschieden hat.

An dieser Stelle bleibt jedoch ungeklärt, inwiefern jene bestehende Dynastie durchbrochen wird. Der konkrete Führungsstil muss individuell ausgearbeitet werden. Familienmitglieder sollten letztendlich für jede Position in Betracht gezogen werden – je nach fachlicher Qualifikation und Kompetenzen. Es empfiehlt sich, essentielle Entscheidung (z. B. den Unternehmensverkauf) in enger Zusammenarbeit zu treffen, sonst sind Differenzen häufig vorprogrammiert. Eine Unternehmensnachfolge muss deshalb rechtzeitig besprochen werden und in Bezug auf die Anforderungen des Geschäfts auch ein externes Management in Betracht gezogen werden.

 

Führung in Familienunternehmen – Erfolgsfaktoren im magischen Dreieck

Roland Berger Strategy Consultants und der Anwaltssocietät Binz & Partner haben in der Studie “Führung in Familienunternehmen – Erfolgsfaktoren im magischen Dreieck” drei Faktoren herausfiltern können, die jenen Erfolg sicherlich bestimmen: Kontinuität in der Geschäftsleitung, die Integrität der Familie und eine zeitnah veranlasste Nachfolgeregelung. Es bleibt zu erwähnen, dass nach heutigem gesellschaftlich rechtlichem Aspekt Betriebe mit Fremdpositionen zunehmend als fair und beliebt gelten. Angestellten werden Chancen geboten, Macht legitimiert, Verantwortung wird verteilt und der Begriff von Vetternwirtschaft bleibt häufiger aus. Große Firmen haben jedoch noch andere Vorteile in der Unternehmensnachfolge. Häufig kommt es innerhalb von Familien der kleineren Betriebe zu Konflikten und deren Einbußen. Deshalb kann des Weiteren ein Aufsichtsrat, zur Erleichterung der Kommunikation und Vernetzung zwischen Familie und Führung, eine zusätzliche Form des individuellen Geschäftsmodells darstellen. weiterlesen »

Unternehmensverkauf – Gute Planung im Vorfeld ist wichtig

Der Unternehmensverkauf stellt Verkäufer wie Erwerber vor große Herausforderungen. Der Verkäufer – vielfach der Inhaber, möchte sein Unternehmen in gute Hände übergeben. Der Käufer muss sich fragen, ob er als Inhaber das Unternehmen künftig erfolgreich führen kann und welche verborgenen Risiken im Kauf stecken könnten. Nicht zuletzt geht es für beide Seiten bald um die Frage der Kaufpreishöhe. Unternehmenskäufer, die ausreichend Eigenkapital mitbringen, stärken damit zweifellos ihre Verhandlungsposition.

 

Fehler beim Verkauf des Unternehmens

Den Schritt, das eigene Unternehmen zu verkaufen, führen die Inhaber in den meisten Fällen nur einmal im Leben durch. Fehler können dabei fatale Folgen haben: Entweder wird nach zu langem Warten und hohem Verkaufsdruck der Verkauf zu lange hinausgezögert und die Geschäftsentwicklung wird von Jahr zu Jahr schlechter. Dies kann den Verkaufspreis zunehmend senken. Auch gibt es Fälle, wo Unternehmensverkäufer das Unternehmen zuletzt sogar liquidieren mussten, da der Inhaber mit über 70 Jahren nicht mehr in der Lage war, das Unternehmen professionell zu führen. Damit ist ein Lebenswerk, das aus viel mehr als nur Produkten, Mitarbeitern und Kapitalvermögen besteht, zunichtegemacht.

 

Ab einer bestimmten Unternehmensgröße – man geht hier von Umsätzen von rund 8 Millionen Euro jährlich aus – ist die Hilfe von Spezialisten beim Unternehmensverkauf nicht nur eine komfortable Entlastung, sie stellt sich quasi als unabdingbar dar. Die Berater für Unternehmensverkauf begleiten und betreuen kompetent den gesamten Unternehmens-Verkaufsprozess und minimieren dabei die Gefahr irreversibler, nachhaltiger und kostspieliger Fehler. Dabei gehen die entsprechenden Berater sehr diskret vor, was sich als wichtige Grundlage erweist. Wenn beispielsweise die Konkurrenz, die sogar als Kaufinteressent infrage kommt, von den Absichten des Unternehmers erfährt, kann sie ihre Marktstrategien beizeiten ändern. Das dürfte sich für das Unternehmen kontraproduktiv auswirken. Auch die eigenen Mitarbeiter sollten so spät wie möglich eingeweiht werden. Unternehmens-Verkäufer sollten daher in Bezug auf beratende Unternehmen ein gutes Gefühl haben, das sich durch Referenzen untermauern lässt.

 

Vorbereitung und Abwicklung des Unternehmensverkaufs

Die ersten Planungen sollten stets zwei bis drei Jahre vorher beginnen, da die internen Entscheidungen, Organisationsstrukturen und Betriebsergebnisse ab diesem Zeitpunkt auf den Unternehmensverkauf optimiert werden. So ist es für den Altinhaber nicht mehr wichtig, in langfristige Zukunftsstrategien inklusive Technik zu investieren – das sollte er seinem Nachfolger überlassen. Das dabei gesparte Geld bessert das Betriebsergebnis auf und erhöht damit die weiterlesen »

Unternehmensverkauf im Mittelstand – im Rahmen der Unternehmensnachfolge

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de

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Viele mittelständische Unternehmen stehen in den nächsten Jahren vor einem großen Problem. Der Unternehmer selbst wird älter und die Frage nach der Unternehmensnachfolge stellt sich langsam. Gut ist da derjenige dran, der die Firma an eines der Kinder oder jemanden anders aus der Familie abgeben kann. Doch was sollen die anderen tun? Es bleibt oft nur die Möglichkeit des Unternehmensverkauf.

Die Unternehmensnachfolge stellt häufig ein Problem dar

Sie kennen das Problem? Der Sohn oder die Tochter sind nicht an der Unternehmensnachfolge interessiert. Und auch sonst findet sich keiner in der Familie, der die nötige Kompetenz aufweist. Soll man die Firma jetzt sang- und klanglos untergehen lassen, einfach abmelden? Die einzige Möglichkeit, die bleibt, ist der Unternehmensverkauf. Aber wenn dieser Entschluss gefasst ist, fangen viele der Probleme erst an. Ohne professionelle Hilfe kann man da nicht viel erreichen. Unternehmensberatungen helfen ihnen gern beim Unternehmensverkauf. Denn zuerst muss ja einmal der genaue Wert des Unternehmens ermittelt werden. Schließlich ist die Firma viel mehr als nur die bloße Summe seiner Anlagen. Ein Wert in die Bilanz zeigt sofort, dass das voll abgeschriebene Auto nicht nur einen Euro sondern wesentlich mehr wert ist. Diese stillen Reserven müssen natürlich bei der Wertermittlung mit einbezogen werden. Und selbst das macht nur den materiellen Wert aus. Wie sieht es mit den Verdienstmöglichkeiten des neuen Inhabers aus? Es entsteht ein immaterieller Wert, ein so genannter „Firmenwert“.

Wenn der Wert ermittelt wurde, kann man sich auf die Suche nach einem neuen Inhaber der Firma machen. Unternehmensberatungen helfen ihnen gerne dabei. Denn der Markt ist groß. Viele Unternehmen suchen einen Nachfolger. weiterlesen »

Unternehmensbewertung

Eine Unternehmensbewertung wird meist dann durchgeführt, wenn sich die Eigentumsverhältnisse  eines Unternehmens verändern, beispielsweise wenn der Eigentümer seinen Betrieb veräußert, einen neuen Gesellschafter aufnimmt oder wenn ein Unternehmen an die Börse geht. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Anlässe, den Wert eines Unternehmens zu ermitteln wie etwa steuerliche oder strategische Beweggründe innerhalb von Konzernen oder Beteiligungsgesellschaften.Für die Wertermittlung der Unternehmen gibt es vier gängige Verfahren, die je nach Situation des Unternehmens und Zweck der Bewertung eingesetzt werden können.

Multiple-Verfahren

Das Multiple-Verfahren ist relativ einfach durchzuführen und in den meisten Fällen auch mit öffentlich zugänglichen Finanzinformationen zum Unternehmen durchführbar. Hierbei geht man davon aus, dass das Unternehmen genauso werthaltig ist wie vergleichbare Firmen. Aus historisch bekannten Unternehmenstransaktionen überträgt man die bezahlten Kaufpreise in Relation zum Umsatz oder EBIT auf das zu bewertende Unternehmen. Lagen die Kaufpreise bisher z.B. beim 5-fachen des Ebit, wird dieser Multiplikator (Multiple) auch auf dieses Unternehmen angewandt.

Substanzwertverfahren

Hierbei wird das Unternehmen demnach bewertet, wie werthaltig seine Substanz ist. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das Unternehmen wenig Ertrag im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwirtschaftet. Bei niedrigen Gewinnen kann die Unternehmensbewertung mit dem Ebit-Mutliple oder Ertragswertverfahren geringer ausfallen, als was die Substanz – z.B. Immobilien, Lager, Finanzmittel, Beteiligungen – im Unternehmen bereits wert ist. Bei der Anwendung des Substanzwertverfahrens werden alle Werte ermittelt, die das Unternehmen besitzt, und den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber gestellt. Der Betrag, um den die Werte die Verbindlichkeiten übersteigen, ist der Substanzwert. weiterlesen »