Den Unternehmensverkauf steuerfrei durchführen

Bildquelle: Petra Bork_pixelio.de

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Es geschieht allzu oft, dass Unternehmer sich viel zu spät über die Unternehmensnachfolge Gedanken machen. Leider ist dies mehr die Regel, als die Ausnahme. Wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist, wo ein potentieller, neuer Eigentümer die Firma übernehmen will, stellt sich die Frage: Wie kann der Unternehmensverkauf steuerfrei ausgeführt werden? Worauf ist zu achten und gibt es Unterschiede für Verkäufer und Käufer?

Zuerst muss der Unternehmenswert ermittelt werden. Es gilt die Aktiva und Passiva, die stillen Reserven und stillen Lasten zu ermitteln. Es können verschiedene Methoden für die Unternehmensbewertung herangezogen werden werden. Auf theoretische Art kann der Unternehmenswert daher ziemlich genau ermittelt werden.

Folgende zwei Methoden sind zu unterscheiden:

  • Financial Due Diligence: Dies sind z. B. die Jahresabschlüsse der letzten 3 – 5 Jahre oder betriebswirtschaftliche Auswertungen, Prüfung des Auftragsbestand und wichtiger Verträge
  • Tax Due Diligence: Dazugehören z. B. die letzten Steuerbescheide oder das Bestehen von Steuerverbindlichkeiten

Welche steuerlichen Aspekte haben Käufer und Verkäufer beim Unternehmensverkauf zu beachten?

Für den Verkäufer kommt es darauf an, ob er ein Einzelunternehmen / Anteil an einer Personengesellschaft oder den Anteil an einer Kapitalgesellschaft veräußert. Käufer müssen beachten ob es sich um einen Share Deal, also der Übertragung von Gesellschaftsanteilen (AG, GmbH, OHG, KG, GmbH &Co. KG) oder um einen Asset Deal, Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern ohne Rechtsträger handelt.

Dies sind die sieben wichtigsten Punkte, dass eine Übernahme möglichst steuerfrei durchgeführt werden kann:

  • Die Bewertungsgutachten sind zu hinterfragen
  • Erstellung der Unternehmensplanung und Jahresabschlüsse begutachten
  • Die bestehenden Verträge des Zielunternehmens prüfen
  • Die Akquisitionsstruktur (share-deal, asset-deal, Rechtsform)
  • Den Kaufvertrag formulieren und auch prüfen lassen (Assets genau festlegen, Kaufpreismodalitäten, Garantien etc.)
  • Allfällige Steuerrisiken vermeiden, z. B. durch Freistellungsklausel, Sicherheitsleistung für den Kaufpreis, allenfalls eine Auskunft des Finanzamtes beantragen.
  • Soll-Ist Vergleich, Erfolgs- und Liquiditätsplanung nach dem Deal (Abweichungsanalyse)

 

Ziehen Sie auf jeden Fall Ihren Steuerberater früh genug in den Verkaufsprozess ein.

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